Die Niederlage kam für den ASV nicht unbedingt überraschend, dennoch war Trainer Kay Rothenpieler mit der gezeigten Leistung im letzten Spiel der Vorbereitung am Samstagabend nicht zufrieden. Denn am Ende unterlagen die Westfalen in Bad Salzuflen dem klassenhöheren TuS Nettelstedt-Lübbecke nach einer wechselhaften Leistung mit 34:25 (17:13).

"Ich will die Niederlage nicht überbewerten", meinte Rothenpieler, bemängelte aber gleichzeitig ein wenig die Einstellung seiner Akteure im zweiten Test innerhalb von drei Tagen: "Da fehlte es etwas an der nötigen Begeisterung." Man wisse nun genau, woran man in den verbleibenden Einheiten bis zum Auswärtsspiel in Aue am kommenden Samstag arbeiten müsse, so der Trainer. Somit hat der Test in der Sporthalle im Schulzentrum Werl-Aspe in Bad Salzuflen seinen Zweck für die Beteiligten natürlich voll erfüllt. Auch Neuzugang Stanko Sabljić, den die Westfalen am Freitag vorgestellt hatten, kam zu seinem ersten Einsatz beim ASV.

In der Anfangsphase hielt der Zweitligist noch gut mit. Aber die frühe 3:2-Führung sollte nicht lange halten. Über 4:8 in der zwölften Miinute gerieten die Westfalen bis zur 26. Minute mit 10:15 in Rückstand. Immerhin verkürzte der ASV bis zur Pause auf 13:17.

Diese Führung baute der TuS zu Beginn des zweiten Abschnitts schnell auf 13:19 aus, danach blieb es lange bei der Sechs-Tore-Führung für den Favoriten. Zehn Minuten vor dem Ende schien es, als könne der ASV sich doch noch einmal herankämpfen. Doch das 24:20 in der 46. Minute beantwortet TuS-Trainer Aaron Ziercke mit einer Auszeit und seine Mannschaft direkt danach mit zwei Toren zum 26:20 (41.). In der Schlussphase erhöhte der Erstligiste dann die Führung dank einiger erfolgreicher Tempogegenstöße noch weiter bis zum 34:25. "Das war noch einmal ein ordentlicher Test vor dem Bundesligastart nächste Woche Sonntag. Es hat sich keiner verletzt und alle haben noch einmal Spielanteile bekommen. Mit der Angriffsleistung bin ich zufrieden und auch die Abwehr war weitestgehend in Ordnung", erklärte ein zufriedener Aaron Ziercke nach dem Sieg.