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Jannis BihlerASV-Trainer Tobias Matei Mateina war einfach nur baff: Soeben hatte sein Oberliga-Team beim TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck mit 38:31 (16:15) gesiegt und das hatte der Hammer Coach noch 24 Stunden zuvor für völlig unmöglich gehalten. „Wir haben unter der Woche nur mit drei Feldspielern trainiert- erst am Samstagvormittag zeichnete sich ab, dass wir überhaupt mit einer halbwegs wettbewerbsfähigen Truppe nach Ostwestfalen fahren können“, glaubte Mateina noch am Spieltag selbst an eine schier unlösbare Aufgabe.

Zumal der ASV bei einer Mannschaft antreten musste, die noch am letzten Wochenende eine echte Klasseleistung gegen den Spitzenreiter und Stadtrivalen TSG Bielefeld abgeliefert hatte. Die Vorbereitung der ohne Christoper Kohl und Jan Pretzewofsky angereisten Gäste auf das Treffen mit dem punktgleichen Tabellen-Nachbarn war schlichtweg null und dementsprechend fanden die Gäste zunächst auch keine Einstellung zum Gegner. „Wir hatten anfangs Defizite in der Abwehr, kassierten schnell vier Zeitstrafen und fanden auch vorne zu keiner angemessenen Spielordnung“, erklärte Tobias Mateina. Bielefeld legte mit 8:5 und  12:8 Führungen vor- der ASV indes war lediglich bemüht, den Treffer-Rückstand nicht weiter anwachsen zu lassen. Zudem musste der Hammer Trainer nach zwei aufeinanderfolgenden Zeitstrafen seines Shooters Davis Spiekermann reagieren und stellte ab der 20. Spielminute Melf Krause und den jungen Jannis Bihler in das Abwehrzentrum seiner Truppe. „Und diese Aufgabe haben die beiden richtig gut gelöst“, zeichnete sich für den Hammer Trainer fortan eine verbesserte Deckungsqualität seiner Hintermannschaft ab. Zumal sich auch Schlussmann Patrick Krömer von seiner besten Seite zeigte.

Vier Hammer Folgetreffer –je zweimal Dennis Richter und David Wiencek- zum 12:12 (24.) Remis, versetzten Bielefeld den ersten Schock. Und der ASV-Trainer erkannte: „Wir waren jetzt im Spiel, die Leistungen unsere Gastgeber indes schwankten“! Der gute Hammer Lauf setzte sich auch nach dem Seitenwechsel (15:16) fort. „Wir kamen durch David Wiencek und Vincent Saalmann immer wieder zu einfachen Toren. Selbst der angeschlagene  Kim Voss-Fels setzte Bielefeld aus dem Rückraum nun mächtig unter Druck“, freute sich Mateina über eine starke Offensivphase seiner Mannschaft nach der Pause. Das Hammer Rezept mit sehr viel Tempo im Sturm und einer sicheren Abwehr ging weiter auf. „Unsere überfallartigen Angriffe haben Bielefeld überrollt. Einfache Tore durch Konter oder nach einer schnellen Mitte- darauf wussten unsere Gastgeber einfach keine Antwort“, staunte der ASV-Coach auch über die Kraftreserven seiner Mannschaft nicht schlecht. Selbst ein Time-Out der 97er mit anschließendem Wechsel des Torhüters zeigte keine Wirkung. Im Gegenteil: Schon fast im Minuten-Takt schraubten die Hammer ihren Vorsprung über 29:25 und 34:28 herauf-  insbesondere David Wiencek und Kreisläufer Dennis Richter spielten Bielefeld nun immer wieder aus. Bezeichnend für den Spielverlauf verliefen dann auch die Schlussminuten der Partie. Schon beinahe fassungslos agierten die Gastgeber, der ASV indes feierte jeden Treffer bis zum hoch verdienten 38:31 Auswärtssieg.

ASV: Krömer, Behrens- Krause (1), Voss-Fels (4), Tröster, Wiencek (10/3), Schrage (4), Saalmann (5), Richter (8), Spiekermann (4), Bihler (2).